Hat Intelligenz etwas mit Glück zu tun?


Gedacht
16 April, 2008, 5:31
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Wie soll man ein Gefühl beschreiben, dass sich kaum beschreiben lässt?

Den 11. April kann ich defnitiv in die Liste der schrecklichsten Tage in meinem Leben aufnehmen. Es ist schon erschütternd, wenn man gesagt bekommt, dass man nicht gliebt wird, aber nun auch noch das? Durch einen Blogeintrag musste ich erfahren, dass mein Ehemaliger nun mit dem Mädchen zusammen ist, um das sich fast unsere ganze Beziehung drehte. Immer wieder versuchte er mir einzureden, dass da nichts wäre, nur eben eine gute Freundin, einen Menschen den er nicht loslassen möchte. Dazu muss man aber erwähnen, dass besagtes Mädchen ihn allein gelassen hatte, als er ihr seine Liebe gestand. Und zu so einem Menschen kehrt er zurück, dass ist mir vollkommen unverständlich. Er hat in unserer Beziehung oft von ihr geredet, davon, wie sie ihn allein ließ, ein halbes Jahr lang von der Bildfläche komplett verschwunden war. Seit sie wieder aufgetaucht ist, dreht sich alles nur um sie. Zuerst dachte ich, das wäre meine Eifersucht, später war es etwas, dass ich nicht wahrhaben wollte. Schon im November sagte er mir, wie viel sie ihm bedeutet, hatte aber abgestritten, dass sie „neben uns“ steht. Ich hatte schon seit dem ein mulmiges Gefühl, dass sie aber sogar „zwischen uns“ steht (und immer stand), wurde mir nie gesagt. Um so schlimmer ist es, mitanzusehen, wie sie ihre neue Liebe im Internet öffentlich kundtut… Wie zum Spott, bildlich gesprochen, das Messer in meinem Herzen noch ein Stück tiefer hineinstößt. Wenn ich lese, kann ich kaum begreifen…

Ich liebe ihn so sehr, wäre er nach den 2 Monaten, die unsere Trennung her ist, mit einer anderen zusammengekommen, wäre das sicher bitter für mich gewesen, aber längst nicht so hart wie diese Situation. Ich liebe ihn so sehr, dass ich mir wünsche, dass er glücklich wird, aber nicht mit diesem Mädchen. Sie weiß das alles nicht zu schätzen, denn man lässt nicht den Menschen im Stich, den man liebt, selbst wenn man Probleme hat. Anscheinend mag er es aber, wenn man ihm wehtut, anders kann ich mir seine Entscheidung nämlich nicht erklären. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird, ich hoffe sie hört auf, mich immer wieder mit solchem Beziehungschaos zu quälen. Eins steht zumindest fest: auch wenn ich es ihm wünsche, er wird nie wieder Jemanden finden, der ihn so liebt wie ich… Denn ich weiß, wie es ist, sich für den anderen aufzugeben, ich weiß wie es ist, sein Innerstes nach Außen zu kehren. Wie es ist, sich fallenzulassen, ohne Netz und doppelten Boden. Das wurde mir zum Verhängnis.

Ich bin traurig, wenn ich darüber nachdenke, was wir alles zusammen erlebt, was wir alles durchgestanden haben. Ich war bei seinen Krisen an seiner Seite, er war bei meinen Krisen an meiner Seite. Wir haben die Familien und Freunde des Anderen kennengelernt, und ich denke, er hat sich in meinem Kreis immer wohl gefühlt. Zumindest füllt es mein Herz mit Trauer, wenn ich daran denke, seine Freunde und seine Familie nie wieder zu sehen, und ich konnte mich noch nicht mal bei ihnen verabschieden.

Man fühlt sich wie mit Eiswasser übergossen, wenn Dinge plötzlich enden, von denen man dachte, sie würden das ganze Leben konstant bleiben. Wenn Menschen sich verabschieden, von denen man dachte, sie würden einen unter allen Umständen ein Leben lang begleiten… Abschließend fällt mir kein tiefsinniger Satz mehr ein, ich bin kein Mensch der geschwollenen Worte. Ich bin deprimiert, verzweifelt, wütend, traurig und endlos enttäuscht, denn ich hing am Abgrund, und die einzige Hand, die mich noch hielt, ließ mich los.

Ich weiß nicht, wann ich aufhören werde zu fallen…


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